1687 Arp Schnitger-Orgel

Ev.-Luth. Kirche St. Nicolai et St. Martini, Steinkirchen/Niedersachsen

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Kurze Einführung und Geschichtliches

1685 wurde Arp Schnitger beauftragt, auf der Westempore ein neues Orgelwerk zu bauen. Er errichtete ein Instrument mit Hauptwerk, Brustwerk und Pedalwerk in seitlichen Türmen mit 28 Registern, in das er sechs Register aus dem 16. Jahrhundert integrierte und 1687 fertig stellte.

Die verschiedenen Einzelregister sind von großer Klangschönheit und polyphoner Qualität mit hervorragender Verschmelzungsfähigkeit der Prinzipale, Zungen und Flöten und ergeben eine erstaunlichen Klangfülle bereits auch mit wenigen Registern. Das Instrument hat einen außerordentlich hohen Anteil an originalem Pfeifenbestand mit unveränderter Intonation.

Bei der Restaurierung wurde eine milde wohltemperierte Stimmungsart ermittelt, die vermutlich bereits von Georg Wilhelm Wilhelmy 1775 gelegt wurde.

Das Instrument wurde bereits in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts weltweit durch Schallplatten-Einspielungen bekannt und wurde durch Orgelbauer von Beckerath seinerzeit behutsam repariert.
Schnitger Steinkirchen war Ausgangspunkt eines wieder erweckten Interesses an historischen Orgeln und deren Restaurierung.

Das Instrument gilt heute nach seiner erfolgreichen Restaurierung 2012 durch Rowan West als eine der authentischsten Arp Schnitger-Orgeln überhaupt, zumal sie noch am originalen Aufstellungsort steht.

Die Kirche hat eine Nachhallzeit von etwa 2,5 Sekunden

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Technische Details des Sample Sets

Das Instrument wurde im Okt./Nov. 2012 mit 48 kHz, 24 bit, in Multikanaltechnik für Hauptwerk 4 aufgenommen.
Alle Register wurden mit mehreren Release-Ebenen für kurze, mittlere und lange Anschlagsdauer für eine optimale Abbildung der Akustik aufgenommen. Alle Register wurden zusätzlich mit dem originalen Tremulanten aufgenommen (keine Simulation!)
Das Set unterstützt 4-Kanal-Surround und/oder eine variable Audio-Perspektive (VAP).
Alle Brustwerk-Register wurden doppelt aufgenommen mit offener und geschlossener Brustwerk-Tür, um eine authentische Klangsituation für beide Zustände zu haben (keine Simulation!)


Danksagung

Dank gilt der Kirchengemeinde für die Erlaubnis zu den Aufnahmen und Martin Böcker/Stade für die Kontakte.
Ganz besonderen Dank gilt Jürgen Wiesecke, der mit großem ehrenamtlichen Engagement und Kenntnis die Finanzierung mehrerer Schnitger-Restaurierungen im Alten Land über europäische Fördermittel ermöglicht hat. Ihm ist diese Produktion speziell gewidmet.