1732 Andreas-Silbermann-Orgel

Abteikirche St. Maurice, Ebersmünster,  Elsass/Frankreich

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Kurze Einführung und Geschichtliches
Der Kirchenbau von 1709 bis 1727 - Wiederaufbau und Erweiterungen nach den Zerstörungen des 30-jährigen Kriegs - ist ein Werk des bekannten Barockarchitekten Peter Thumb aus Vorarlberg. 1725 wurde von ihm auch die heutige Orgelempore zwischen den Türmen errichtet.

Die Silbermann-Orgel von 1732 - eines seiner letzten Werke von insgesamt 34 - ist eine der beiden noch existierenden Instrumente von Andreas Silbermann, die weitgehend im Originalzustand erhalten geblieben sind.  Das Instrument überlebte wie durch ein Wunder die französische Revolution und alle Kriege.  Orgelwerk, Empore und Gehäuse wurden 1971/72 unter Denkmalschutz gestellt.

Das Instrument mit seinen drei Manualen und 29 Registern basiert auf der französischen Bauweise und Disposition mit Plein Jeu, Jeu de tierce und Grand Jeu. Das Pedal hat - im Gegensatz zur Tenorlage der französischen Barock-Orgeln mit Kurzpedal - ein Bassregister Soubasse ouvert 16, die Pedalklaviatur ist nach deutscher Bauart vollständig ausgebaut.

Dieses späte Werk hat weitere Mensuren und klingt weicher als seine früheren Instrumente. Außergewöhnlich sind Qualität und Klangschönheit der Flûtes, des Cornet und der gesanglichen Mixturen. Das in einer Grand Orgue ungewöhnliche Register Quarte de Nazard erlaubt sonore Fonds-Registrierungen. Silbermann hat einen französischen Barockorgeltyp mit "süddeutschem Akzent" geschaffen. Aufgrund dieser klanglichen Eigenschaften kann auf diesem Instrument nicht nur französische, sondern auch andere europäische Barockmusik gespielt werden.

Nach der Restaurierung von 1997-98 gilt das Instrument heute als eine der wertvollsten Orgeln Dieser Epoche in Europa.

Der Kirchenraum hat eine Nachhallzeit von bis zu 5,5 s

Ortsposition in Googlemaps

 

Aufnahmetechnik

Das Instrument wurde im Juni 2009 mit 48 kHz, 24 Bit, Multikanaltechnik für Hauptwerk 3 mit mehreren Nachhall-Antworten für kurze, mittlere, lange und sehr lange Tondauern aufgenommen (sog. Multi-Release-Technik von OrganArt). Alle Register wurden zusätzlich mit originalem Tremulanten-Klang aufgenommen.

Danksagung
Ganz besonderen Dank gilt der Association des Amis de l'eglise abbatiale d'Ebersmunster, vertreten durch M. Keller und Titularorganist Bernard Chalté für die Aufnahme-Erlaubnis und die Hilfe vor Ort. Nicht zuletzt gilt der Dank meiner Frau, die das Projekt assistiert hat und für die fotografische Dokumentation verantwortlich ist.

weitgehend im Originalzustand erhalten geblieben sind.
Die Silbermann-Orgel von 1732