Die einzigartige OrganArt-Klangbibliothek

Eine Wertschätzung der europäischen Orgelkultur

Organisten wie Orgelliebhaber auf der ganzen Welt wissen den kulturellen Wert und die einzigartige Vielfalt der europäischen Orgellandschaft zu schätzen. Jedes historische Meisterwerk spiegelt auf besondere Weise die Kultur der Menschen wider, für die eine Orgel einst gebaut wurde.

Diesen vielfältigen kulturellen Schatz möchte Prof. Helmut Maier mit seinem Projekt „Organ Art Library“ lebendig erhalten. Was vor Jahren mit einem wissenschaftlichen Ansatz begann, das ermöglicht heute Organisten in aller Welt den Zugriff auf die Klangwelt europäischer Orgeldenkmäler in einem bisher nicht gekannten Realitätsgrad.

Für die Nachwelt erhalten

Die ursprüngliche Idee des Projektes lag darin, ausgesuchte Klangdenkmäler systematisch in allen hörbaren Facetten mit den besten technischen Möglichkeiten zu dokumentieren.

Dies gibt der Nachwelt einerseits die Möglichkeit, bei Restaurationen auf den heutigen Zustand des Klanges zurückgreifen zu können, zum anderen ist eine Rekonstruktion z.B. nach irreparablen Beschädigungen wie Brand sehr viel leichter möglich. Daher sind heute viele Kirchengemeinden mit ihren bedeutenden Instrumenten und Restauratoren an einer Zusammenarbeit mit Prof. Maier interessiert, wobei die Kirchengemeinden einen Beitrag zum Erhalt der Orgeln zur Verfügung gestellt bekommen.

Bedeutsame Orgelkultur – spielbar für jeden Organisten

Bisher war es nur wenigen weit gereisten Konzertorganisten vorbehalten, die europäische Orgelliteratur auf den dafür gebauten Instrumenten zu spielen. Mit der OrganArt Library eröffnet sich nunmehr für jeden Organisten und Orgelliebhaber die Möglichkeit, über einen PC und einen MIDI-fähigen Spieltisch (z.B. Digitalorgel) wertvolle Instrumente von Schnitger, Silbermann, Walcker oder Cavaillé-Coll u.v.m. zu Hause zu spielen. Dies weckt bei vielen Musikern auch ein neues Bewusstsein und Verständnis für die jeweilige Musikepoche und bereichert oft die eigene Interpretations- und Registrierpraxis.


State-of-the-Art-Technologie

Jede Pfeife wird mit allen hörbaren Details, inklusive der Raumakustik, separat in Mehrkanaltechnik aufgenommen. Auch die Nachklangphase wird abhängig von der angeschlagenen Tonlänge mehrfach festgehalten (Multirelease-Technik). Die eigens entwickelte OSM Methode (Original Sound Mapping) sorgt mit professioneller Mikrofontechnik und sorgfältiger Bearbeitung für eine bisher unerreichte Realitätsnähe. So entsteht in Verbindung mit der Software Hauptwerk (separat erhältlich) ein leicht zu bedienendes klangliches Abbild der Orgel, das alle Spiel- und Registriermöglichkeiten des Originals aufweist – inklusive der Geräusche der Mechanik und charakteristischer Winddruckeigenschaften.


Nutzung

Die aufwändig hergestellten Sample Sets sollen das Interesse für wertvolle Orgeln wecken, aber keinesfalls mit der klassischen Pfeifenorgel konkurrieren. Daher schließt Prof. Maier eine Verwendung der Sample-Sets z. B. in Kirchen über die Lizenzvereinbarung kategorisch aus. Das Gesamterlebnis des Originals, das mit allen Sinnen erlebbar ist, kann und will das Projekt nicht ersetzen – wohl aber die Begeisterung für einmalige Instrumente wecken.