1844 Franz Xaver Engelfried-Orgel

Ev. Peter und Paul-Kirche, Gönningen/Baden-Württemberg, Deutschland

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Kurze Einführung und Geschichtliches

Das Instrument befindet sich in einer mittelgroßen historischen Kirche in Süddeutschland in der näheren Umgebung von Reutlingen/Tübingen. Die Peter und Paul-Kirche wurde 1842 im neo-gothischen Stil erweitert und ist ein Tuffstein-Gebäude mit hervorragender Akustik. Viele internationale Chor-,Orgel- und Kammermusik-CD-Produktionen wurden dort aufgenommen, siehe Hinweis-Seite.

Das Instrument enthält klassische Register mit expressiver Ansprache, sowie romantische Register, wie Salizional, Viola und Clarinette, wobei letztere nicht durchschlagend ist..

Die Orgel wurde 1844 durch Franz Xaver Engelfried aus Horb erbaut und musste leider, dem Zeitgeschmack entsprechend, auch verschiedene Umbauten und Intonationsveränderungen im 19. Jahrhundert erdulden. So wurden beispielsweise die Zungenregister komplett ersetzt.

1970 wurde die Orgelwerkstatt Richard Rensch aus Lauffen mit der Rekonstruktion der originalen frühromantischen Disposition des Instruments und einigen Erweiterungen beauftragt. Glücklicherweise wurden originale Dokumente der Orgel und Teile der historischen Zungenregister aufgefunden, die eine angemessene Rekonstruktion ermöglichten.

Es ist sehr wichtig festzustellen, dass diese Arbeit als Pionierleistung angesehen werden kann, da um 1970 noch kaum Interesse an der Restaurierung solcher Instrumente bestand. Es gab seinerzeit sogar Pläne, das Instrument abzureißen. Eine Reinigung und generelle Überholung fand 2005 wiederum durch Orgelbau Rensch statt.

Das Instrument ist eine der wenigen frühromantischen Orgeln, die noch in Deutschland existieren. Die Register haben interessante und reizvolle Klangfarben und eignen sich besonders für die Wiedergabe von Orgelmusik des späten 18. und des frühen 19. Jahrhunderts, aber auch Bach kann durchaus überzeugend darauf gespielt werden.

Die Orgel hat mechanische Traktur und Koppeln, ist voll spielbar und in gutem Zustand.
Im Rahmen des "Reutlinger Orgelsommers" erklingt das Instrument regelmäßig in Konzerten

Die Kirche hat eine maximale Nachhallzeit von etwa 3,5 Sekunden.

Position in Googlemaps

 

Aufnahmetechnik

Das Instrument wurde im Januar 2008 mit 48 kHz, 24 Bit, Multikanaltechnik für Hauptwerk 3 mit mehreren Nachhall-Antworten für kurze und lange Tondauern zur optimalen Raummabbildung aufgenommen (sog. Multi-Release-Technik von OrganArt).
Alle Register, die eine besondere Ansprache aufweisen, wurden zusätzlich mit separaten Einschwingsamples aufgenommen (zur Zeit noch nicht verfügbar)

Danksagung

Ich möchte der Kirchengemeinde Gönningen danken, die dieses Projekt ermöglichte.
Spezieller Dank gilt Pfarrer Alexander Behrend und Sekretärin/Organistin Beate Heisel für die Hilfe vor Ort!
Nicht zuletzt gilt der Dank meiner Frau, die alle Projekte assistiert und für die fotografischen Arbeiten verantwortlich ist.