1761-2005 Johann-Andreas Silbermann/Metzler-Orgel

Domkirche Arlesheim /Baselland, Schweiz

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Kurze Einführung und Geschichtliches

Die französisch disponierte Orgel von Arlesheim - das einzige in der Schweiz noch erhaltene Silbermann-Instrument - besitzt heute 36 Register, verteilt auf drei Manuale (Hauptwerk, Rückposi­tiv, Echo) und Pedal. Deutsche Einflüsse sind das voll ausgebaute Pedal auf 16-Fuß-Basis, sowie Register, wie z.B. Sifflet 1.

Die späteren Werke, zu denen das vorliegende Instrument gehört, haben eine höhere Mixturlage und sind dadurch heller und schärfer.
J. A. Silbermann erweiterte das Konzept des Echo-Werks mit halbem Manualumfang auf das ganze Manual, in dem die Bassabteilung einen Fagottbass 8 erhielt und mit Prestant, Nazard und Doublette erweitert wurde. Die Diskantabteilung hat ein in Einzelchöre zerlegtes Cornet composé.

Eine wegweisende Restaurierung und Rekonstruktion dieses Instruments mit Erweiterungen des Pedalwerks fand 1959-62 durch die Schweizer Firma Metzler statt. Weitere Überarbeitungen erfolgten in den Jahren 1981-2005.

Die Orgel von Arlesheim  gilt heute als eines der bedeutendsten Werke von Johann Andreas Silbermann und erlaubt die Interpretation nahezu des gesamten Barock bis hin zur frühen Romantik. Das Instrument ist vor allem durch die Gesamt-Einspielung des Bachschen Werks durch Lionel Rogg/CH in den 70er Jahren weltweit bekannt geworden.

Die Kirche hat eine ausgezeichnete Akustik mit bis zu 5 s Nachhall

Die Kirche kann virtuell mit einer 3D-Surround-Darstellung besucht werden
3D-Panorama-Viewing

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Aufnahmetechnik

Das Instrument wurde im Mai 2008 mit 48 kHz, 24 Bit, Multikanaltechnik für Hauptwerk 3 mit mehreren Nachhall-Antworten für kurze, mittlere, und lange Tondauern aufgenommen (sog. Multi-Release-Technik von OrganArt). Alle Register wurden zusätzlich mit originalem Tremulanten-Klang aufgenommen (außer Bourdon16, Fourniture, Cymbale).

Danksagung

Großer Dank gilt Titularorganist Jean-Claude Zehnder und der Gemeinde von Arlesheim für die Erlaubnis zu den Aufnahmen, Wilfried Schnetzler/CH für die Kontakte und Organist Peter Koller für die lokale Unterstützung.